Langsam bekommt es System, dass unser Urlaub durch Krankheit zeitverzögert starten kann. So war es im Falle unserer Urlaubswoche im März 2025. Wir wollten eigentlich an einem Samstag in der Bali Therme in Bad Oeynhausen starten, um einen Hochzeitsgutschein von Markus‘ Töchtern einzulösen. In diesem Fall raffte es mich rechtzeitig zum Urlaubsstart hin und ich verbrachte den Tag auf dem Sofa, um wenigstens für das nächste Reiseziel fit zu sein. Am Sonntag machten wir uns nach dem Frühstück auf nach Amsterdam.

Unser Inntel Hotel Amsterdam Landmark lag zwar außerhalb der City aber wir waren beim Betreten des Zimmers vollauf mit unserer Kategorie „Wellness“ zufrieden. Unser Zimmer war gebucht mit eigener Sauna und Flussblick. Was uns überraschte, dass wir sogar einen Whirlpool im Zimmer hatten. Einen Tipp geben wir allerdings an dieser Stelle, denn es gab noch eine Überraschung. Das Hotel hatte kein eigenes Parkhaus und so mussten wir bei Q-Park ums Eck für 30€ pro Tag das Auto für somit sage und schreibe 150€ unterstellen. Kommt bloß mit der Bahn nach Amsterdam. Wir mussten wirklich schlucken. Dabei bekamen wir sogar als Hotelgäste noch einen Discount. Normalerweise kostet der Tag 40€. Ok, schnell vergessen und den Urlaub genießen.

Wir brachten nur schnell die Koffer aufs Zimmer und liefen zu Fuß in die Stadt. 40 Minuten brauchten wir dann schon, um ins Zentrum zu gelangen.





Am Montag kauften wir uns ein Tagesticket für die Öffis und fuhren mit der Bahn in die Stadt. Das Wetter war absolut traumhaft und wir liefen den ganzen Tag durch die Stadt und über die Grachten. Es war einfach herrlich, die Stadt ganz in Ruhe erkunden zu können. Immer wieder ein nettes Plätzchen gefunden, um einen Tee zu trinken oder eine Kleinigkeit zu essen.












Dienstag mieteten wir uns Fahrräder und das Konzept von Donkey Republic hat uns voll abgeholt. Über eine App findet man Abhol-und Rückstellstationen. Man läuft dort hin, sucht sich ein Fahrrad aus und öffnet das Schloss des ausgewählten Rads mit der App, wenn man sich zuvor einen Account mit hinterlegter Zahlungsmethode angelegt hat. Das hat so unglaublich einfach funktioniert, dass wir total happy mit der Möglichkeit waren. Auch der Preis war übrigens völlig ok. Wir haben 14€ für 48 Stunden bezahlt.

Wir wollten mit den Rädern auf die andere Seite des Hafens gelangen, denn dort hatten wir das Hochhaus mit der Möglichkeit einen Blick aus 100m Höhe über den Hafen zu erlangen, im Blick. Wir checkten also die Lage bei Google Maps und fanden vermeintliche Möglichkeiten über eine Brücke zu radeln, die sich alle als Fatamorgana herausstellten. Es zeigte sich, dass das alles keine Brücken, sondern Fährüberfahrten waren. Ok, wir hatten schon eine ordentliche Strecke entlang des Hafens mit dem Rad zurückgelegt und hatten das Gefühl, gleich am Meer anzukommen, da entschieden wir doch eine Fähre zu nehmen. Gesagt getan, zurückgeradelt, Fahrrad am Bahnhof in einer Abstellhalle eingeparkt (was übrigens auch super über die App funktioniert) und dann zur Fähre gegangen. Mmmmh, woher bekommt man denn ein Ticket? Erst suchten wir das Gelände ab, dann befragten wir das Internet. Nachdem wir die Passagiere beobachteten, die alle einfach so auf die Fähre gingen, machte sich der Verdacht breit, dass man gar kein Ticket benötigen würde. Also fragte ich eine Passantin und richtig. Manchmal kann das Leben so einfach sein. Wir gingen auf die Fähre und waren innerhalb von 3 Minuten auf der anderen Hafenseite. Junge, Junge, wieviel Zeit man sich sparen kann, wenn man sich auskennt. Immerhin haben wir ordentlich was vom Hafen gesehen ;-).







Nachdem zu unserem Ticket dann auch noch eine wilde Fahrt mit einer VR-Brille über eine virtuelle Achterbahn durch Amsterdam führte, machten wir noch eine sehr schöne Pause in der Bar oben in dem Gebäude, um unseren Mägen wieder zu beruhigen.

Am Mittwoch waren wir etwas später dran, denn in der Nacht weckte uns eine charmante niederländische Stimme mit den Worten „verlassen Sie bitte sofort Ihr Hotelzimmer, benutzen Sie nicht die Aufzüge.“ Eine Brandschutzübung. Na wunderbar. Wir waren hellwach, zogen uns fix an und tigerten die Brandschutztreppe hinunter. Unten und außerhalb des Hotels angekommen, liefen alle wieder ins Hotel. Ob das so Sinn der Übung war? Der arme Nachtwächter an der Rezeption erschien uns etwas überfordert mit der Situation. Vielleicht wusste er selber nichts davon. Irgendwann kamen wir dann wieder in unser Zimmer und versuchten weiter zu schlafen.
Wir konnten unsere Donkeys noch weiter nutzen und als alte Amsterdam-Hasen war uns jetzt ja klar, dass wir mit den Rädern einfach auf die Fähre rollen konnten, um nochmal auf die andere Seite des Hafens zu gelangen. Unser heutiges Ziel war der Norden von Amsterdam und wir fanden eine herrliche Radstrecke.















Nach 3,5 Tagen in Amsterdam war uns nun noch ein bisschen nach Ruhe und Natur und so fiel uns die Entscheidung leicht….wir wollten ans Meer. Mit dem Auto fuhren wir also Richtung Westen nach Ijmuiden. Ach guck, hier am Bootshafen kostet es sogar 50€ pro Tag, um das Auto zu parken. Wir fuhren also noch ein Stück wieder zurück und fanden einen Parkplatz, der erschwinglicher war. Für 15€ darf das Auto hier einen Tag stehen, billiger wird es wohl nicht mehr.
Den Tag haben wir sehr entspannt mit langen Strandspaziergängen und zwischendurch Pausen in diversen Strandcafés verbracht. Der Strand ist ähnlich breit, wie in SPO. Es sind derzeit nur wenige Gäste da und wir hielten ordentlich das Gesicht in die Sonne. Herrlich!






Am Freitag ging es dann für uns Richtung Hamburg. Die Strecke zog sich unendlich hin, da es tatsächlich eine Grenzkontrolle gab (wir sahen offensichtlich vertrauenserweckend aus und durften weiter fahren) und um HH rum wieder eine ewige Blechlawine. Na ja, es war eben Freitagnachmittag und bestes Wetter.
Am Motel One am Michel angekommen, bezogen wir wieder nur fix das Zimmer und machten uns direkt auf zu den Landungsbrücken.


Viel Zeit hatten wir nicht mehr, denn wir waren bei Tim Mälzer in der Bullerei angemeldet.

Wie auch beim letzten Mal überzeugte uns die Atmosphäre und ein Kracher-4-Gänge-Überraschungsmenü. Der Vorteil daran ist, dass man einfach mal Dinge isst, die man sich im Leben nicht bestellt hätte, die einen aber total abholen.
Etwas angetüddelt machten wir uns danach noch auf zum Heiligengeistfeld, denn es ist Hamburger Dom.

Das war ein kontrastreicher Abend und so beschließen wir am Samstag entspannt ein bisschen zu shoppen und uns auf einen tollen Abend vorzubereiten.
Mein Weihnachtsgeschenk von Markus kommt zur Einlösung und wir sind sehr gespannt, was uns erwartet.



Am Sonntag war nun unser letzter Tag auf Reisen aber wir hatten uns noch ins Miniatur-Wunderland eingebucht und das sogar mit VR-Event. Nach 6 Stunden Ausstellung und 30 Minuten im VR-Raum mussten wir abbrechen, weil wir einfach nichts mehr aufnehmen konnten;-)
















Diese ganzen Details sind einfach total beeindruckend. Mein absoluter Winner folgt zum Schluss:
